Ich bin raus

Nach langem überlegen habe ich mich heute dazu entschieden, die Fotografie an den Nagel zu hängen.

 

BNI-Worldtour 2018

BNI-Worldtour 2018

Da sind wir wieder. Zurück aus dem schönen Wien und um viele (persönliche) Eindrücke und Erfahrungen reicher.

Donnerstag:
Die erste Erfahrung die ich machen durfte, war ein Catering der besonderen Art bei ca. 178km/h im Zug. Christina hat wirklich an alles gedacht und selbst an das Salz für die „motzenden“ Mitesser gedacht 😉 Von drei verschiedenen Bieren über Rippchen (mein ganz persönlicher Dank an Dich) über ahle Worscht mit Brot, Gürkchen, Prosecco, Whisky, Tonic und all den anderen leckeren Sachen, die ich vergessen habe. Es war vorzüglich und mit solch einer tollen Bedienung mach das Essen gleich drei mal Spaß.

Angekommen in Wien und nach ersten Orientierungsschwierigkeiten im scheinbar unendlichem Netz der S- und U-Bahnen haben wir den Weg ins Hotel gefunden. Hervorragende Wahl, Daniel. Leider etwas außerhalb aber wir wissen, dass es nicht anders möglich war und Du hast die beste Alternative gefunden. Zimmer toll, Duschen toll, Lounge… dazu später.

Nebenan war gleich das Restaurant vom Hotel-Karle. Ok, mit dem Humor der Servicekräfte muss man umgehen können und das einem die Brötchen nach dem Verzehr einzeln abgerechnet werden ist ein anderer Service als bei uns, aber ok… Sind halt Österreicher. Ok, was ein Surschnitzel ist, muss man lernen aber Dieter und Wilfried leben noch, kann also nicht so schlimm gewesen sein. Ab ins Bett, für morgen war früh aufstehen angesagt.

Freitag:
BNI-Tag, wie auch sonst. 5 Uhr Wecker klingeln, Namensschild und Button einpacken und los ging es. Drei Taxen und drei unterschiedliche Preise weiter und wir waren im Hotel wo sich das BNI-Team-Wien zur Routine trifft. Visitenkarten vergessen, sch… irgendwas ist ja immer. OK, auch hier trifft man auf den direkten und nicht immer zu durchschauenden Wiener Humor, aber abgesehen von den leichten Sprachunterschieden, waren die Bergmenschen genauso bescheuert wie unser Chapter. Wir sind sehr gastfreundlich aufgenommen worden und fühlten uns gleich wohl. Frühstück war super und reichlich. Das Chapter scheint genauso (un)organisiert wie wir, aber wir Gallier müssen eben zusammen halten. Anschließend noch ein bisschen Netzwerken und es ging ab in die Wiener BNI-Zentrale.

Zu unserem Glück waren wir dort angemeldet und es war reichlich Sekt kalt gestellt. Man stelle sich mal vor, man kommt einfach so in die Zentrale und die wissen von nichts 🙂
Vielen Dank an Michael, der alles sehr professionell und super genommen und schnell organisiert hat und uns einen tollen Einblick in sein engagiertes Team gab.

Ab mit der Tram in die Innenstadt. Die ersten Wiener Cafés wurden gestürmt (darf man das als Deutscher in Wien sagen?) und die ersten kleinen Braunen, gestreckten und Melanges wurden geordert. Lecker, auch wenn es nur Lavazza-Maschinen waren, irgendwie schmeckt der Kaffee in Wien doch immer ein wenig besser als zuhause… Kann aber auch an meiner Kaffekochkunst liegen.

Ab ans Schloss Schönbrunn. Mit einer unterhaltsamen Fahrt in der Bimmelbahn und den mitleidigen Blicken der laufenden Besucher fuhren wir durch eine riesen Parkanlage. Ok, wir hätten eigentlich die Besichtigung des Schlosses machen können, aber was bedeut es schon 15:20h treffen, wenn man stattdessen mit einem Holz-ICE und einer besoffenen Zugführerin durch den Park gondeln kann. Nach gefühlten dreißig Stunden waren wir auch schon  wieder am Ausgangsort und ab ins Schloss. Ok, wenn man die Zahlen an den jeweiligen Türen hätte deuten können, wäre die Tour durch Sissis Fitnesscenter sicher länger verlaufen. Aber ok, Barock ist eben Barock und am Ende stehen Fiaker.

Auf zum Naschmarkt, der einen tollen Eindruck auf mich gemacht hat. Man glaubt nicht, wie man auf engstem Raume viel Essen kann. Alles nur eine Sache der Organisation und des tollen Wetters, was einen die dicke Jacke ausziehen lassen konnte. Einen echten Wiener Hamburger hatte ich. Schmeckte wie bei uns, aber er kam zur richtigen Zeit. Nach den ersten Bieren, Colas, Kaffees ging es weiter zum Wiener Riesen Rad. Am Prater angekommen ging es ab in die Wagons. 120 Jahre drehen sich die Gondeln um sich selbst und ich frage mich, ob die ein oder andere schon mal überholt wurde. ich hoffe nicht. Nach leichtem knarzen und knarren drehte sich das Ding einmal im Kreis und es war wunderbar Wien mal von oben zusehen. Wenn man mal ein wenig tiefer schauen wollte, brauchten nur Frank, Wilfried und ich uns auf eine Seite stellen und man bekam einen tollen Blick nach unten 🙂 So, Rundfahrt beendet und ab zum Timetravel durch Wien…

In atemberaubender Geschwindigkeit ging es durch das alte Wien aus der Sicht der Ratten, die in großer Eile durch die Gassen rannten. Immer auf Augenhöhe und als Teammitglied rannte man virtuell mit. Beeindruckend und ein tolles Erlebnis, was dann jedoch durch die einfache Animation der Messepuppen wieder aufgehoben wurde. Alles in allem ein toller Einblick in die Geschichte von Wien, den Bunkern und den vielen Herausforderungen die sich diese Stadt stellen musste.

und jetzt ab in ein echtes Wiener Restaurant… Clocktower. Es gab reichlich zu Essen, mit einem tollen Service, guter Laune und einer wirklich tollen Runde. Ich war vollgefressen und müde und mein Abend war zu ende… dachte ich 🙂
in der Lounge vor dem Hotel, sammelte sich noch eine kleine Gruppe von einsamen BNI-lern und wollten den Abend in einer entspannten Runde ausklingen lassen… Das das Ausklingen jedoch erst nachts um vier zu ende war, konnte ich nicht absehen. Vielen Dank an die Familie Gallo, die uns mit dem Zinnfandel den Abend so schön hat werden lassen… Reisetipps von mir, an alle Wienbesucher, die das Hotel Karl Wirt besuchen, packt genug 2€ Münzen ein, Ihr werdet Sie gebrauchen.

Es war ein herrlicher Abend mit viel Lachen und man konnte einfach mal man selbst sein. An diesem Abend saßen keine Geschäftsmänner und Frauen in der Runde. Es saßen dort Freunde die das selbe Ziel hatten… Den Automaten leer zu kriegen. Was wohl hoffentlich gelang, denn ich war so voll, dass Automat einfach leer sein musste 🙂

Samstag:
Ausschlafen und ab zum Wiener Pferdemarkt Liliputaner kaufen, oder so. Ok, dass der Wienpass, den wir uns besorgt haben, an einem Samstag ausgerechnet dafür nicht gültig war, war aus meiner Sicht nicht schlimm. Also trieb ich mich in der Innenstadt rum, wärend ander sich in einem Fiaker das Bier reichen ließen, andere sich in ein Kaffeehaus drängelten und andere einfach nur shoppen wollten.
Treffpunkt war nun das Dock an dem man eine Donaufahrt machen konnte. Wäre das Schiff noch langsamer gefahren, wären wir sicher rückwärts geschwommen, aber so haben wir vielen Graffiti kennen lernen dürfen und dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Dann ging es ab zur Segwaytour… Hat wirklich Spaß gemacht und der Guide hat sich alle Mühe gegeben uns mit seiner Stadtführung bei Laune zuhalten, aber gegen die Kälte kam er einfach nicht an. Ok, ich kann jetzt eine ganze Segwaytour mit den Händen in der Kippe fahren und mit Knien und Bauch lenken. Ich wusste, dass es eines Tages nützlich wird eine Wampe zu haben. Das man auch schneller von einem Segway runter kommt als rauf, konnte Olav lernen. Was lässt man sich auch von einer Frau überholen 🙂 Richtig empfehlenswert ist es, wenn man wohl wissend Handschuhe, Mütze und dicke Klamotten mitnimmt. Nicht empfehlenswert ist es, sie im Koffer im Hotel zu lassen 🙁 Mir ist heute noch kalt und seit drei Tragen habe ich kalte Füße 🙂

Da kam die warme Suppe im Osterhasi 🙂 genau richtig. schwer ist es nur, wenn man eine Bedienung hat, die Akzent spricht und einen Sprachfehler hat, das macht die Kommunikation nicht leichter. Lecker Essen, lecker viel Essen und eine urige Kneipe, aber wie die Hotelbar, machen die auch hier um 23:00h die Schotten dicht. Ich weiß nicht, ob dies an uns lag oder für alle galt. Ich werde es sicher nicht mehr rausfinden.
An dieser Stelle war mein Abend zu ende, aber vielleicht könnten Frank, Olav, Dieter, Wilfried und Susanne die Geschichte an dieser Stelle weiter erzählen, wenn sie sich noch erinnern können 🙂 Wissend haben es genug 2€-Münzen auf den Tisch geschafft und ich weiß nicht, ob der Apparat diesmal wirklich alle wurde.

Sonntag:
wie kann man nach zwei Stunden Schlaf und acht Promille so ausgeruht aussehen… Ich fasse es nicht aber es waren alle pünktlich zum Frühstück anwesend und die Stimmung war wieder prächtig. Ok, wenn man so erfahrene Frühstücker am Tisch hat kann es nur klappen.
Auschecken, wieder drei Taxen mit drei Preisen zum Bahnhof und auf den Zug warten. In der Zwischenzeit haben sich die ein oder andern noch zum Shoppen aufraffen können und die drei Stooges haben sich noch ein paar E-Scooter gemietet. Geiler Scheiß und Wien noch mal von einer anderen Seite. Viele Gassen und Winkel, die man vielleicht niemals gesehen hätte, wäre Olav, Alexandru und ich nicht noch durch die Gassen geflitzt. Danke Alex für Deine sichere Wegweisung, auch wenn wir das mir rechts und links noch mal üben müssen. Irgendwie habe ich wieder das Segwaygefühl vom Vorabend bekommen und wieder gefroren, aber die original Mini-Wiener-Schnitzel bei McDonald haben es wieder ausgeglichen.

Im Zug kehrte schnell Ruhe ein und jeder ließ die Tage und Nächte noch mal Revue passieren. Man stellte fest, dass in Wien alles nur 800m auseinander ist und was in Wien passierte in Wien bleibt. Trotz der vielen Eindrücke, die jeder für sich sammeln konnte blieb am Ende für mich nur eins wirklich hängen „SPECK“ 🙁 😉

Fazit für mich:
Ich habe tolle Menschen noch besser kennen gelernt, habe eine tolle Stadt gesehen, viel gelacht und viel gesoffen, viel erlebt und viel gesehen, viel Blödsinn gelabert und viel gehört. Ich bedanke mich bei dem tollten Team, bei der tollen Organisation und dem BNI, dass ich Mitglied sein darf.

Alles nur kleine Fotografen hier

Alles nur kleine Fotografen hier

Vom ersten Tag meiner Online-Präsenz gibt es einige Fotografen, die mich inspierten, inspirieren und die, die ich einfach nur bewundern für die Bilder die sie aus der Kamera hauen… Doch heute habe ich eine ganz neue Liga kennen gelernt und jeder Fotograf(in), der hier bei Facebook Bilder postet ist ein ganz kleines Licht auf dieser Plattform.

Ich habe mir heute den Film von Wim Wenders angeschaut: „Das Salz der Erde“ über den begnadeten Fotografen Sebastião Salgado… Was für ein toller Film über einen tollen Fotografen. Er hat Dinge nicht nur gesehen und erlebt und hat sie auch fotografiert und das war nicht immer einfach zu verdauen. Selten habe ich so beeindruckende und fabelhafte, ausdrucksstarke und definierte schwarz/weiß-Bilder gesehen.

Ein Film dem ich jeden, der sich mit Fotografie beschäftigt, ans Herz legen kann und man stellt am Ende fest, was für eine kleine Leuchte man ist, wenn man sich über 20 likes bei Facebook und co freut…

Ich bin zu alt für den Scheiß

Immer wieder scrolle ich mich durch meine Buddylisten bei Facebook und instagramm und finde immer und immer die selben Bilder. Ok, aufgrund meines Hobbys, sind die Menschen denen ich folge schon ein interessenbedingt sortiert. Neben den vielen Menschen, die man im wirklich leben kennt, folge ich natürlich auch vielen Fotografen und Modellen. Und genau dabei fällt mir folgendes auf: Vielen der Modells sind wunderschöne Menschen. Menschen die aus morgens nach einer durchzechten Nacht, ohne Schminke im Gesicht, noch vor dem Aufstehen wunderbar aussehen. Und dann… tackern sie sich mit Instagram und anderen sinnlosen Tools HASENOHREN, RIESEN AFFENAUGEN und KATZENSCHNURRHAARE in Gesicht. Liebe Models, liebe Menschen da draußen – irgendwann werden Eure Kinder diese Bilder finden und ich bin gespannt auf die Geschichte die ihr dann erzählen werdet. 🙂

 

Was soll das Bild aussagen?

Was soll das Bild aussagen?

Lesen wir das nicht oft in irgendwelchen FB-Gruppen oder Foren? Was willst Du uns mit diesem Bild sagen oder was ist die Nachricht in diesem Bild?

Ich muss zugeben, dass es für mich keine große Rolle spielt, was die „Message“ in einem Bild ist. Es gibt einfach Bilder die sprechen einen an oder eben nicht. Das können ein besonderer Schnitt sein, eine tolle Lichtführung, ein tolles Model (m/w) ein toller Typ, eine geile Location… Alles mögliche. Ich für meinen Teil will versuchen einfach Bilder zu machen, die mir gefallen. Ich will nicht mit jedem Bild eine Geschichte erzählen, dann wäre ich Schriftsteller oder Regisseur geworden, aber eben nicht Fotograf.

Oft ist es ein toller oder lieber Mensch, den man da vor der Kamera hat, mit dem man eine Menge Geschichten erlebt hat, aber das sieht der Betrachter nicht. Man weiß es eben nur, wenn man a) an den Geschichten beteiligt war oder man b) die Geschichte dazu kennt.

Ich weiß nicht, ob jemals Peter Lindbergh gefragt wurde, was die Geschichte hinter dem Bild ist, wenn man eine Kate Moss vor eine Wand stellt und sie gut aussehen lässt.